PNN - 2016-03-09

Bauausschuss: Kein Geld für Döpfners Pläne

An dem umstrittenen Pfingstberg-Projekt von Wahlpotsdamer und Springer-Vorstand Mathias Döpfner soll sich die Stadt Potsdam nicht finanziell beteiligen.Das haben am Dienstagabend die Stadtverordneten im Bauausschuss einstimmig auf Antrag der Fraktion Die Andere beschlossen.

Damit ist eine Lösung für den Zaun um das verwilderte Welterbe-Areal, an dem sich der Streit entzündet hatte, vorerst nicht in Sicht. Im Ausschuss ging es um den von der Stadt vorgelegten Kompromissentwurf: Demnach hätte Döpfner einen kleineren Teil des Parks um seine Villa Henckel am Pfingstberg privat nutzen dürfen als ursprünglich vorgesehen – wenn er im Auftrag der Schlösserstiftung ihren Park und die dortige Villa Schlieffen auf eigene Kosten saniert. Die Stadt hätte im Gegenzug die Kosten der Parkpflege im öffentlichen Teil übernommen – es geht um 215 000 Euro jährlich. Doch das lehnten im Ausschuss Vertreter von SPD, CDU/ANW, Linke und Die Andere ab. „Die 215 000 Euro sind mit mir nicht zu machen“, sagte SPD-Fraktionsvize Pete Heuer. Ablehnend äußerte sich auch Ausschusschef Ralf Jäkel (Linke). Auch ihre Fraktion habe mit derr Finanzierung ein Problem, sagte Grünen-Stadtverordnete Saskia Hüneke. Es wäre irritierend, wenn Potsdam nun Geld für ein fremdes Grundstück zahlen solle, sagte der CDU-Stadtverordnete Lars Eichert: „Das kann nicht angehen.“ Vertreter von Döpfner oder der Schlösserstiftung waren nicht zugegen. Eigentlich sollte der jetzt auf Ablehnung stoßende Vorschlag zur Vermeidung eines langjährigen Rechtsstreits um den – laut Stiftung aus Verkehrssicherheitsgründen – aufgestellten Zaun dienen. Gegen diesen laufen zwei Bürgerinitiativen seit mehr als einem Jahr Sturm.