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Text zum Antrag
04/SVV/0815 „Veröffentlichung von Sitzungsprotokollen“ der
Fraktion Die Andere
In
der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung im Dezember 2003
beantragte die
Fraktion Die Andere, die Sitzungsprotokolle der
Stadtverordnetenversammlung im Internet zu veröffentlichen.
Wir begründeten dies damit, daß bereits die Tagesordnungen
und Sitzungstermine sowohl der Stadtverordnetenversammlung als
auch der Ausschüsse unter www.potsdam.de veröffentlicht
sind. Weiterhin sind die Protokolle der Sitzungen im Büro
der Stadtverordnetenversammlung und in der Stadt- und Landesbibliothek
einsehbar. Interessierte und insbesondere Bürgerinnen und
Bürger aus den neuen Ortsteilen müssen jedoch lange Wege
auf sich nehmen und sich an die gegebenen Öffnungszeiten halten.
Wir fanden es wichtig, den Zugang zu wichtigen Informationen über
die Arbeit der Stadtverordnetenversammlung zu erleichtern. Leider
konnte die Stadtverwaltung und die große Mehrheit
der Stadtverordnetenversammlung diesem Gedankengang nicht folgen.
Der Antrag wurde in den Hauptausschuß verwiesen und ständig
zurückgestellt, da angeblich eine Stellungnahme vom Innenministerium
zu dieser Frage erstellt werden mußte, welches dementsprechend
lange auf sich warten ließ. So „schimmelte“ unser
Antrag über ein halbes Jahr im Ausschuß, um am 9.6.2004
dort bei Stimmengleichheit abgelehnt zu werden. Die Stellungnahme
des Innenministeriums sah keinerlei Hindernisse, die Sitzungsprotokolle
in geforderter Form zu veröffentlichen, knüpfte dies
aber an eine Zustimmung der davon betroffenen Stadtverordneten. Diese
Stadtverordneten brachten in Redebeiträgen zum Antrag
(hierbei tat sich insbesondere Ute Platzeck hervor) immer wieder
zum Ausdruck, daß ihre Redebeiträge in den Sitzungen
schlichtweg nicht die Qualität besitzen, um veröffentlicht
zu werden. Manche brachten es sogar auf den Punkt und gaben zu,
daß es ihnen einfach „peinlich“ sei. So wurde
dann auch der Antrag am 1.9.2004 von der Stadtverordnetenversammlung
mit einer großen Mehrheit abgelehnt. Auf
diese Befindlichkeiten möchten wir jedoch keine Rücksicht
nehmen, da wir den Anspruch der Wählerinnen und Wähler
auf umfassende Informationsmöglichkeit höher ansetzen
als die Schamgrenze einzelner Stadtverordneter. Wir veröffentlichen
die Protokolle nun auf unserer eigenen Homepage und wünschen
den Leserinnen und Lesern viel Spaß bei der Lektüre. Die
Protokolle der Stadtverordnetenversammlung sind natürlich
auch in der Stadt- und Landesbibliothek Am Kanal einsehbar sowie
im Büro der Stadtverordnetenversammlung, Fr.-Ebert-Str. 79/81,
Zimmmer 268-271, wo um telefonische Anmeldung (Tel. 289 1071, -1072,
-1073 oder 1074) gebeten wird.
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